Ortsgeschichte

Foto102
Idafehntjer Zeittafel – Notizen aus der Geschichte Idafehns

1853

Großherzog Nikolaus Friedrich Peter von Oldenburg kommt an die Regierung. Das seit vielen Jahren in der Schublade liegende Kanalprojekt im Westmoor kommt wieder auf die Tagesordnung.

1864

April 22. Die Interessenten für die “Anlegung eines Canals im westlichen Commendemoore längs der ostfriesischen Grenze” treffen sich bei “Lübbers Pachtstelle zu Ubbehausen”, wo die näheren Bedingungen der Erdarbeiten bekannt gemacht werden.

1865

Januar 23. Die Großherzogliche Regierung in Oldenburg erhält von Oberinspektor Fimmen einen Bericht, wonach der Kanal bereits in einer Länge von 5.800 Fuß angelegt ist.

1880

Es gibt am Westkanal etwa 37 evangelische Haushaltungen mit 40 schulpflichtigen Kindern, von denen 13 die Potshauser Schule und 12 die Schule Holtermoor 

besuchen. Die Errichtung einer eigenen Schulacht Westkanal wird von den Kolonisten betrieben.

1885

Das erste Schleusen- und Brückenwärterhäuschen wird erbaut.

1891

Juli 12: Zur Einweihung der neu erbauten Schule in Idafehn-Nord erhielt die "Colonie am Westcanal" hohen Besuch: Der Oldenburger Großherzog Nikolaus Friedrich Peter reiste über Augustfehn, Barßel und Strücklingen an, um den Neubau feierlich einzuweihen. 

 Die 1891 erbaute Schule Idafehn A (Nord). 

1893

Februar 6. Großherzog Peter von Oldenburg verleiht dem Fehnort an der oldenburgisch-ostfriesischen Grenze, der bis dahin "Westcanal" oder auch "Commendemoor" genannt wurde, den Namen seiner Mutter, der Prinzessin Ida von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym (*1804 †1824).

 Prinzessin Ida von Anhalt 

 

1903

Der Männergesangverein Idafehn wird auf Initiative der Gebrüder Schilling gegründet. 

 

1912

Peter Suhrkamp, der spätere bekannte Schriftsteller und Verleger, wird als Lehrer von Augustfehn nach Idafehn "strafversetzt". 

 

1925

Am 23.August 1925 wurde das vom Kriegerverein Idafehn initiierte Kriegerdenkmal im Zentrum Idafehns feierlich eingeweiht. Begrüßt wurde die große Menschenmenge vom damaligen Hauptlehrer Richard Hayen. Pastor Rhoden hielt einen sog. Feldgottesdienst ab. Die Enthüllung des Denkmals erfolgt durch Gustav Hummel, Vorstandsmitglied des Oldenburgischen Kriegerbundes. 

 Kriegerdenkmal Idafehn von 1925 

 

1926

In der Zeit von 1926 bis 1948 waren Hilfsprediger in der ev.-luth. Kirchengemeinde Idafehn eingesetzt, die dem jeweiligen Pastor in Elisabethfehn unterstanden. Erster Hilfsprediger in Idafehn wurde 1926 Friedrich Ramsauer. Der junge Seelsorger sorgte u.a. dafür, dass alle 14 Tage ein Gottesdienst in Idafehn stattfand (damals in der Schule A) oder die Kinder Konfirmandenunterricht hatten.

 

1929

Bis Mitte Mai 1929 hat man in Idafehn wieder mit der Torfgräberei begonnen. Bei dem warmen Wetter ist das Eis bis auf wenige Spuren wieder aus dem Moor verschwunden. 

 

1930

Der Kriegerverein Idafehn feiert vom 12. bis 14.Juli 1930 sein 40-jähriges Bestehen, welches mit dem Verbandskriegerfest des Verbandes Friesoythe verbunden wurde. 

 

1931

Besondere Ehejubiläen: Im März bzw. im April 1931 feiern die Eheleute Hensmann Hensmanns und Frau Rixteline geb. Schaa ihre goldene Hochzeit sowie die Eheleute Berend Hopmann und Frau Engeline geb. Müntinga ihre diamantene Hochzeit in Idafehn. 

 

1934

Im Mai 1934 lässt der Turnverein Idafehn einen neuen Sportplatz auf den Gemeindeplacken bei der katholischen Schule in Wittensand anlegen. Die Frage der Entwässerung bereitet Schwierigkeiten.

 

1935

Am Sonntag, 31.März 1935, wird die neu erbaute Kirche Idafehn feierlich eingeweiht. Das Fest fand unter starker Beteiligung der Gemeindeglieder statt. Auch der Landesbischof Volkers (Oldenburg) gehörte wie der Baumeister Fritz Lüers (Apen) zu den Gästen. Die Einleitungsworte der Feierlichkeiten sprach Hilfsprediger Georg Plate, der von 1932 bis 1935 in der Kirchengemeinde Idafehn eingesetzt war. 

Die Gottesdienste wurden bis 1935 in der Volksschule Idafehn A (Nord) gehalten.

 

1945

Im April 1945 erreichte die Front des Zweiten Weltkrieges auch das Overledingerland. Vom Emsland aus bewegten sich kanadisch-polnische Truppen in mehreren Stoßrichtungen durch das Gebiet der heutigen Gemeinden Westoverledingen, Rhauderfehn und Ostrhauderfehn.

Die stärksten Kampfhandlungen im Bereich Ostrhauderfehn - Idafehn fanden vom 24. bis 26.April 1945 statt. Dabei wurden auch in Idafehn-Süd viele Häuser aus Richtung Ostrhauderfehn in Brand geschossen. 

 

 

1950

In der Gastwirtschaft Meinders finden sich am Freitagabend, 24.Februar 1950, einige Einwohner zur Gründung eines Schützenvereins zusammen. 

 

1955

Im Mai 1955 beginnt die Firma Oevermann aus Münster mit den Vorarbeiten für die Zuschüttung des ca. 7,5 km langen Idafehnkanals. Die Arbeiten, die Teil des sog. "Emslandplanes" sind, beginnen am Südende Idafehns.

 Lange Lorenzüge wurden bei der Kanalzuschüttung in Idafehn eingesetzt. 

 

1957

In der Gastwirtschaft Harms in Idafehn treffen sich am 5.März 1957 erstmals mehrere Interessierte für die Gründung eines Turn- und Sportvereins. 

 

1963

Die Paul-Schneider-Schule Idafehn wird am 16.10.1963 eingeweiht. Mit herzlichen Glückwünschen aller Bauleute übergab Architekt Josef Meyer aus Cloppenburg den offiziellen Schlüssel der Schule an den Saterländer Bürgermeister Sixtur Schröer. Diesen Schlüssel reichte Schröer nach einer Ansprache an den Schulleiter Dieter Schiwinsky weiter. 

 

1974

Ein besonderer Tag war für ca. 1.500 Menschen der 1.März 1974. An diesem Tag wurden sie im Rahmen der niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform Teil der neuen Gemeinde Ostrhauderfehn. 

 

1985

Als die Fußballsaison 1985/86 startete, begann für die damalige erste Herrenmannschaft des früheren TSV Idafehn die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte. Nach Durchführung aller Ligaspiele errangen die Spieler die Meisterschaft in der Kreisliga und stiegen in die Bezirksklasse auf.

 1985 stieg die 1.Herrenmannschaft des TSV Idafehn in die Bezirksklasse II auf (Foto überlassen von Rolf-A. Straatmann). 

Fortsetzung folgt


Mehr in dieser Kategorie: